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17. April 2026
Zur Nachhaltigkeit von Tiefkühlkost
Tiefkühlware und Nachhaltigkeit – die beiden Themen gelten in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als Widerspruch, schließlich ist bei dieser Form der Lebensmittelverarbeitung und -lagerung ein kontinuierlicher Energieverbrauch inbegriffen. Jedoch wird das geläufige Vorurteil von klimaschädlichen Tiefkühlprodukten ihnen durch viele Vorteile nicht gerecht. Tiefkühl-Lebensmittel vereinen viele Aspekte, die sich durchaus positiv auf ihren CO₂-Abdruck auswirken. Und für alle weiteren Prozesse und Bestandteile gibt es Lösungsansätze, die sich darum bemühen, die Produkte nachhaltiger zu machen. Wie Tiefkühlkost punkten kann? Und wie Großhändler der Lebensmittelindustrie dabei helfen können, die Ökobilanz der Waren weiter zu optimieren? Dieser Blogbeitrag widmet sich dem Thema.
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Positive Aspekte der Klimabilanz von Tiefkühlkost
Wer zu gefrorener Ware greift, ist sich dieser Vorteile sicherlich bewusst: Sie lässt sich zügig zubereiten, ist bei gleichbleibender Qualität lange haltbar und kann passend portioniert werden. Vorzüge wie diese sind unverkennbar und gewinnen auch in Bezug auf ihre Umweltbelastung an Bedeutung. Tiefkühlkost kann so mit einigen Pluspunkten aufwarten:
Ressourcenschonende Verarbeitung
Die Lebensmittel durchlaufen bereits bei der Verarbeitung einige Prozesse, die andernfalls beim Endverbraucher stattfinden – wodurch sich einzelne Arbeitsschritte im Haushalt verringern können. Das industrielle Waschen und Verarbeiten von Tiefkühlkost spart unter bestimmten Bedingungen Energie ein, da die Prozesse bei großen Mengen sowie standardisierten und optimierten Abläufen pro Einheit effizienter sein können als vergleichbare Arbeitsschritte im Haushalt. Je nach Handhabung fallen bei der individuellen Verarbeitung zudem zum Teil größere Mengen an Lebensmittelabfällen an.
Im Sinne der Nachhaltigkeit kann bei Tiefkühlkost auch positiv angemerkt werden, dass sie für die Verwendung in der Küche häufig bereits vorgegart wurde. Wurden die Prozesse industriell optimiert, reduzieren sie je nach Zubereitungsart der Arbeits- und Ressourcenaufwand.
Gesunde Frische von nebenan – auch ohne Saison
Eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittel kann durch das Verfahren des Schockfrostens auf eine schonende Art haltbar gemacht werden – und das ohne den Verlust wichtiger Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Eingefrorene Lebensmittel bewerkstelligen, dass deren wichtige Nährstoffe auch außerhalb ihrer regionalen Saison zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen. Erdbeeren im Dezember können aus saisonaler Produktion stammen und lange Transportwege vermeiden. So tragen sie auch im Winter zur Versorgung mit wichtigen Nährstoffen bei und können den CO₂-Fußabdruck verbessern.
Ein begleitender Vorteil besteht zudem darin, dass Obst oder Gemüse für Tiefkühlprodukte in der Regel zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet werden. Anders als häufig bei frischer Ware, die auch unreif geerntet wird, um bei der Lagerung und dem Transport nachreifen zu können. Tiefkühlkost bietet daher einen vollen Geschmack, ohne dass zusätzliche Reifungsprozesse erforderlich sind.
Verringerung der Lebensmittelverschwendung
Lebensmittel sind eine kostbare Ware – nicht zuletzt, weil Anbau, Produktion und Transport eine Vielzahl an Ressourcen beanspruchen. Umso tragischer erscheint es, wenn die Produkte ohne Nutzen entsorgt werden. Tiefkühlprodukte nehmen bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung eine entscheidende Rolle ein, da ihr Anteil an entsorgter Ware gering ausfällt. Die Tiefkühlung macht Lebensmittel lange haltbar, womit Verluste durch Verderb erheblich minimiert werden.
Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass die Lebensmittel passend portioniert werden können. Das bringt eine gute Planbarkeit mit sich – und das in jedem Rahmen. Die Umweltbilanz von Tiefkühlkost kann sich hierdurch stark verbessern.
Verbesserungspotenziale der Ökobilanz von Tiefkühlware
Neben den Punkten, die sich positiv auf die Klimabilanz auswirken, gibt es einige Aspekte, die Potenzial für Verbesserungen und effizientere Vorgehensweisen bieten. Lösungsvorschläge der Tiefkühlbranche beziehen sich unter anderem auf die Recyclingfähigkeit der Verpackungen, logistisch perfektionierte Tiefkühlketten sowie optimierte Beschaffungsmodalitäten für die im gesamten Warenprozess benötigten Hilfsmittel.
Verpackungen
Ökologische Verbesserungen lassen sich im Bereich Verpackungen beispielsweise durch die Reduzierung von Kunststoffanteilen erreichen. Eine gängige Verpackungsart tiefgekühlter Waren sind Kunststoffbeutel. Alternativen wie Pappschachteln können dazu beitragen, den Einsatz von Plastik zu verringern.
Gleichzeitig ist die Wahl des Verpackungsmaterials stets im Gesamtkontext zu betrachten: Kunststoff bietet häufig gute Barriereeigenschaften und kann dazu beitragen, die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern und Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Auch papierbasierte Verpackungen sind in vielen Fällen beschichtet oder bestehen aus Verbundmaterialien, was ihre Recyclingfähigkeit beeinflussen kann.
Entscheidend für eine bessere Klimabilanz ist so nicht nur das Material, sondern vor allem die Reduktion, Optimierung und der effiziente Einsatz von Verpackungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der Energieaufwand der Tiefkühlung
Der offensichtlichste Aspekt von Tiefkühlkost: Allen Tiefkühlprodukten ist ein stetiger Energieverbrauch gemein. Die Lebensmittel werden nach dem Fang, der Ernte oder sonstiger Beschaffungsart als Rohware schockgefrostet, entsprechend verpackt und in den Handel gebracht. Bei dem Transport und etwaigen Zwischenlagerungen müssen die Lebensmittel zur sicheren Konservierung dauerhaft gekühlt werden. Alle Lebensmittel erfordern eine durchgehende Lagerung bei -18 °C oder kälter, um die Qualität und Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Die Temperatur muss entlang der gesamten Tiefkühlkette möglichst konstant eingehalten werden. Lediglich beim örtlichen Vertrieb sind kurzfristige Temperaturschwankungen bis zu 3 °C zulässig. Die Verarbeitung, der Transport sowie die Lagerung von Tiefkühlkost stellen bezüglich des Energieaufwands eine Herausforderung dar.
Der stetige Energieverbrauch lässt sich beispielsweise optimieren, indem die verschiedenen Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette effektiv zusammenarbeiten. Umständliche und klimaunfreundliche Kühlketten lassen sich vermeiden, wenn Lieferketten systematisch koordiniert und sinnvoll gebündelt werden. Anstatt viele kleine Wege mit energieintensiven Zwischenlagerungen zu nutzen, könnten tiefgekühlte Lebensmittel über eine gut abgestimmte Infrastruktur effizienter verteilt werden.
Kurz gesagt: Je nach Logistikstruktur kann eine Bündelung von Warenströmen zu Effizienzgewinnen und einer Reduktion von Treibhausgasemissionen beitragen. Dabei sind jedoch Faktoren wie Transportdistanzen, Auslastung und Standortwahl entscheidend. Idealerweise lassen sich CO₂-Emissionen reduzieren – etwa durch die Vermeidung unnötiger Transportwege sowie durch eine bessere Auslastung von Kühl- und Lagerkapazitäten.
Darüber können die folgenden Maßnahmen die Nachhaltigkeit innerhalb der Tiefkühlbranche weiter vorantreiben:
der Bezug erneuerbarer Energien für den Stromverbrauch von Kälteanlagen
Forschung und die Verwendung energiesparender Technik
der Einsatz natürlicher Kältemittel
Optimierung der Beschaffungsmodalitäten
Die Nachhaltigkeit einzelner Tiefkühlprodukte wird durch eine Reihe von Faktoren bestimmt. Sie bezieht sich auf die Herstellung der Produkte, die Tiefkühllogistik, entsprechende Lagerhäuser sowie die Arbeit von Tiefkühltechnikern. Innerhalb dieser unterschiedlichen Prozesse ist eine Vielzahl von Arbeitsgerätschaften und Hilfsmitteln erforderlich. Nicht nur systematisch koordinierte und zusammengelegte Transportketten verbessern die Ökobilanz. Auch zentralisierte Beschaffungsverfahren sämtlicher Bedarfs- und Verbrauchsgüter können einen wichtigen Beitrag leisten.
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