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19. Juni 2026

Stech- und Schnittschutz bei der Lebensmittelherstellung

Der Umgang mit scharfen Klingen, Sägen und anderen Schneidwerkzeugen ist fester Bestandteil bestimmter Bereiche der Lebensmittelindustrie. Um das Risiko von Verletzungen beim zuständigen Fachpersonal so gering wie möglich zu halten, kommt passender Stech- und Schnittschutz zum Einsatz. Schnittschutzhandschuhe, Stechschutzhandschuhe und weitere schnittfeste Schutzkleidung müssen dabei einigen Anforderungen entsprechen. Neben der Reduktion des Verletzungsrisikos sind dabei auch die geltenden Hygienevorschriften sowie das Beibehalten der geforderten Produktivität relevant. Dieser Blogartikel nimmt das Thema eines adäquaten Schnitt- und Stechschutzes in den Fokus und beantwortet wichtige Fragen.

Fleischverarbeitung mit Messer und passendem Schnittschutz der Hand.

Wann ist Schnittschutz notwendig?

Um Gefahren zu erkennen und ihnen passend zu begegnen, müssen Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und auf dieser Grundlage eine entsprechende Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bereitstellen. Wo mit Messern und Klingen, ob per Hand oder an Geräten, sowie anderen spitzen Werkzeugen oder scharfkantigen Gegenständen gearbeitet wird, ist das Risiko für Verletzungen erhöht. In der Lebensmittelherstellung betrifft das beispielsweise die Fleisch-, Geflügel- und Fischverarbeitung sowie die Gemüseverarbeitung. Beim Ausbeinen, Filetieren und Zuschneiden kann es insbesondere an den Händen schnell zu Verletzungen kommen, weshalb es zahlreiche Varianten von Schnittschutzhandschuhen gibt. Beim Zerlegen beispielsweise besteht dazu häufig eine Stechgefahr, weshalb hier Stechschutzhandschuhe zum Einsatz kommen.

Schnittschutzhandschuhe und mehr: Welche Schutzkleidung gibt es?

Auch wenn Stech- und Schnittschutzhandschuhe einen großen Teil ausmachen, beschränkt sich der Schutz nicht auf die Hände. Je nach Arbeitsplatz, Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung können über Arbeitshandschuhe hinaus unterschiedliche Elemente sinnvoll sein. Typische Komponenten, die auch oft kombiniert werden, sind folgende:

  • Schnittschutzhandschuhe für Arbeiten mit Klingen, Messern oder scharfkantigen Materialien

  • Stechschutzhandschuhe für Tätigkeiten mit erhöhtem Stechschutz, etwa beim Ausbeinen oder Zerlegen – hier gibt es auch Varianten mit Schutz für nur einen oder drei Finger

  • Armschützer zum Schutz von Unterarm und Handgelenk

  • Stechschutz-Boleros für zusätzlichen Schutz im Oberkörper- und Armbereich

  • Schürzen oder Körperschutz für Arbeitsbereiche mit hohem Verletzungsrisiko




Schutzhandschuh und weiterer Schnittschutz werden abhängig von der jeweiligen Aufgabe gewählt. So bieten schnitthemmende Handschuhe beispielsweise Schutz gegen Schnitte, ersetzen aber nicht automatisch einen Stechschutzhandschuh. Umgekehrt kann ein Stechschutzhandschuh aus Ringgeflecht sehr robust sein, passt aber nicht zwangsläufig zur jeweiligen Tätigkeit oder Arbeitsweise, um zuverlässig schützen zu können.

Wie entsteht die Schutzwirkung?

Bei Kleidung des Stech- und Schnittschutzes greifen Aspekte der Materialeigenschaft und der Konstruktion ineinander. Wenn eine schnitthemmende Wirkung erzielt werden soll, sind widerstandsfähige Materialien gefragt, die von scharfen Klingen nicht so leicht durchtrennt werden können. Beim Stechschutz kommen hingegen oftmals Metallringgeflechte zum Einsatz. Durch viele kleine, miteinander verbundene Metallringe wird eine flexible, aber sehr widerstandsfähige Barriere geschaffen. Das Geflecht soll verhindern, dass Messerspitzen oder scharfe Kanten bis zur Haut gelangen und Verletzungen hinterlassen.

Zusätzlich zum Material ist auch der Sitz bzw. die Passgenauigkeit entscheidend. Schutzhandschuhe, Stechschutz und weitere Elemente sollten die Fachkraft, die sie trägt, so wenig wie möglich einschränken. Oft ist ein dichtes Anschmiegen, ohne zu beengen, gefragt. Um stetigem Herunterrutschen entgegenzuwirken, sollten die Ober- und Unterbänder, die den Handschuh fixieren, stets intakt und passend eingestellt sein.

Warum ist Handschutz in der Lebensmittelverarbeitung wichtig?

Als natürliche Werkzeuge des Menschen sind die Hände besonders gefährdet, durch Messer und Klingen verletzt zu werden. Schnittverletzungen und größere Wunden wirken sich dabei nicht nur auf die verletzte Person aus. Ein Arbeitsunfall kann zu Produktionsunterbrechungen und Verunreinigungen von Lebensmitteln, Arbeitsflächen und Anlagen führen. All das kann unter Umständen einen erheblichen organisatorischen Aufwand sowie finanzielle Verluste mit sich bringen. Ein hochwertiger und geeigneter Handschutz kann diese Gefahren deutlich reduzieren.

Was ist bei Auswahl und Einsatz von Stech- und Schnittschutz zu beachten?

Für einen optimalen Schnitt- und Stechschutz kommt es auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren an. Es gibt keine pauschale Lösung für alle Arbeitsbereiche, die Schutzausrüstung muss zur jeweiligen Tätigkeit passen. Werkzeug, Stechgefahren, Schnittrichtung, Arbeitsgeschwindigkeit, Hygienefaktoren – all das beeinflusst, was im Rahmen der PSA erforderlich ist.

Hinzu kommt die erwähnte Größe, denn der Schnittschutz muss zum Körperteil passen. Ein falscher Sitz kann das Unfallrisiko zusätzlich erhöhen. Mit einer umfassenden Unterweisung der Fachkräfte ist ein wichtiger Schritt getan, denn Schutzhandschuhe unterstützen lediglich einen fachkundigen Arbeitsablauf und sind nur ein Teil des Gesamtkonzepts. Auch die Berücksichtigung der jeweiligen Präferenzen kann bis zu einem gewissen Grad sinnvoll sein. Neben der Pflege der Schutzausrüstung muss diese auch regelmäßig auf Abnutzungsspuren überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden.

Darüber hinaus gilt es, die relevanten Normen zu berücksichtigen. Vorgaben bei mechanischen Risiken werden über die EN 388 geregelt, bei Stechschutzhandschuhen und Armschutz aus Metallringgeflecht gilt die Verordnung EN 1082. Für Schutzkleidung, die vor Schnitten und Stichen durch Handmesser schützen soll, ist zudem die EN ISO 13998 relevant.



Mit welcher Arbeitskleidung wird Stech- und Schnittschutz kombiniert?

Im Rahmen der Persönlichen Schutzausrüstung wird Stech- und Schnittschutz oftmals mit weiterer Arbeitskleidung kombiniert. Dazu kann Nässeschutzbekleidung, Foodbekleidung oder Kälteschutz- und Kühlhausbekleidung gehören.



Das passende Schuhwerk ist ebenso Teil einer sicheren Ausstattung. Besonders in feuchten Arbeitsumgebungen spielen verschiedene Faktoren zusammen, denn auch Nässe kann Arbeitsunfälle begünstigen. Grundsätzlich gilt, dass die Schutzkleidung vom Stechschutzhandschuh bis zum Gummistiefel an Arbeitsumgebung und Person angepasst sein muss.

Die Gustav Ehlert GmbH: Stichhaltige Expertise & umfangreiches Sortiment

In der professionellen Lebensmittelherstellung gilt es, Schutz, Hygiene, Qualität und Effizienz zu vereinen. Dafür werden an sämtliche Ausrüstungselemente und Verbrauchsgüter höchste Anforderungen gestellt. Bei uns bekommen Sie hochwertige Ausstattung aus einer Hand – vom zuverlässigen Schnittschutzhandschuh bis zur leistungsstarken Maschine. Als Supply-Chain-Spezialist mit umfassender Markterfahrung wissen wir, worauf es ankommt – und haben unser Sortiment an diese Herausforderungen angepasst.

19.06.2026

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Harun Payandy
Messer & Fleischereibedarf

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