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4. September 2026
Transportkisten und Mehrwegbehälter reinigen
Lebensmittelproduktion und Gastronomie ohne Transportkisten und Mehrwegbehälter? Unvorstellbar. Beim Transport von Rohwaren und fertigen Erzeugnissen, bei deren Lagerung und beim Versand sind die Kisten im Dauereinsatz – und kommen dabei nicht nur mit Lebensmitteln, sondern auch mit Händen, Arbeitsflächen und Fahrzeugen in Berührung. Aus diesem Grund gehört eine systematische Behälterreinigung fest zum betrieblichen Hygienemanagement und unterstützt die Umsetzung des HACCP-Konzepts. Wissenswertes rund um die Reinigung der vielgenutzten Kisten gibt’s in diesem Blogartikel.
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Wo werden Mehrwegbehälter und Transportkisten eingesetzt?
Viele Bereiche der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung setzen auf Mehrwegbehälter und Transportkisten. In Fleischereien und in der Wurstproduktion dienen Mehrwegkisten beispielsweise zum Transport von Fleischteilen, Wurstwaren oder verpackten Erzeugnissen. Bäckereien nutzen die Kisten häufig für Teiglinge, Brote und Gebäck, während sich in der Obst- und Gemüseverarbeitung damit Ernteprodukte, geschnittene Ware oder Zutaten transportieren lassen. Auch in Molkereien, Großküchen, beim Catering, bei der Herstellung von Feinkost sowie bei der innerbetrieblichen Kommissionierung sind sie vielfach im Einsatz.
Insbesondere Stapelkästen sind ein wichtiger Bestandteil standardisierter Warenströme. Durch einheitliche beziehungsweise aufeinander abgestimmte Maße und stabile Stapelränder lassen sie sich sicher stapeln, lagern und transportieren. Das kann den Logistikprozess maßgeblich vereinfachen. Bei der Verwendung gilt es aber dennoch zu beachten, dass keine Verschmutzungen oder Allergene von einem Bereich in den nächsten gelangen.
Eine Frage des Materials: Woraus bestehen die Kisten?
Das Material der Wahl bei Transportkisten ist häufig hochdichtes Polyethylen, kurz HDPE, oder Polypropylen, kurz PP. Die Kisten und Wannen sind vergleichsweise leicht, stabil, feuchtigkeitsbeständig und in verschiedenen Größen, Farben und Varianten erhältlich. Glatte Innenflächen erleichtern die Reinigung, während ergonomisch gestaltete Griffe eine sichere Handhabung unterstützen. Für bestimmte Anwendungen sind andere Materialien geeignet, weshalb es beispielsweise auch entsprechende Behälter aus Edelstahl gibt.
Es kommt bei Kunststoffkisten gleichermaßen auf ihre Eignung im Lebensmittelkontakt, die Belastbarkeit sowie gegebenenfalls auch die Beständigkeit gegenüber Temperaturen oder Chemikalien an. Risse, Kratzer, spröde Stellen oder beschädigte Ränder erschweren die Reinigung, sodass Rückstände zurückbleiben können. Beschädigte Transportkisten sollten daher aussortiert werden.
Klassische Verschmutzungen, die entfernt werden müssen
Je nach Einsatzgebiet der Mehrwegbehälter und Transportkisten müssen unterschiedliche Rückstände und Verschmutzungen entfernt werden. Typisch sind beispielsweise Fett, Eiweiß, Blut, Fleischsaft, Stärke, Mehl, Teigreste, Erde, Pflanzenteile, Gewürze, Marinaden, Etiketten und Verpackungsmaterial. Insbesondere allergenhaltige Spuren, etwa von Milch, Ei, Gluten, Sesam oder Nüssen, sind gründlich zu entfernen. Verbleiben organische Rückstände oder Feuchtigkeit längere Zeit auf den Oberflächen, können sie das Wachstum von Mikroorganismen und unter ungünstigen Bedingungen die Entstehung von Biofilmen begünstigen.
Daher kommt es umso mehr auf die passende Reinigung an. Die Eignung eines Reinigungsmittels hängt von der Art, der Menge und dem Antrocknungsgrad der Verschmutzung ab. So benötigen fettige Rückstände beispielsweise eine andere Reinigungslösung als eiweißhaltige Ablagerungen. Bei eiweißhaltigen Rückständen kann eine zu hohe Temperatur dazu führen, dass die Proteine denaturieren und stärker an der Oberfläche anhaften. Die Temperatur sollte daher auf die Verschmutzung und die Herstellerangaben des Reinigungsmittels abgestimmt werden. Orientierung zur Planung, Durchführung und Kontrolle von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bietet die DIN 10516.
Bewährtes Vorgehen: Manuelle Behälterreinigung Schritt für Schritt
Die Kistenwäsche ist ein wiederkehrender Prozess, der je nach Lebensmittel und Betrieb eigene Schwerpunkte setzt. Dafür wird in der Regel ein festes Vorgehen definiert und umgesetzt. Während in großen Betrieben häufig spezielle Kistenwaschanlagen im Einsatz sind, erfolgt die Reinigung in kleinen Betrieben oft noch manuell. Wichtige Schritte sind dabei folgende:
Behälter vollständig entleeren und grobe Rückstände trocken entfernen.
Fremdkörper, Etiketten und Verpackungsreste aussortieren.
Kisten auf Risse, Brüche, Kratzer und schwer zugängliche Verschmutzungen kontrollieren.
Bei Bedarf eine Vorreinigung durchführen und anhaftende Rückstände anlösen.
Mit einem für den Lebensmittelbereich geeigneten Mittel in passender Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit reinigen.
Ecken, Böden, Griffe und Stapelränder mechanisch bearbeiten und anschließend sorgfältig abspülen.
Falls der Hygieneplan es vorsieht, desinfizieren, den Reinigungserfolg kontrollieren und die Trocknung einleiten.
Eine Desinfektion ersetzt die gründliche Reinigung dabei nicht. Ist sie aufgrund der betrieblichen Gefahrenanalyse erforderlich, erfolgt sie üblicherweise nach der Reinigung, da verbliebene organische Rückstände ihre Wirksamkeit beeinträchtigen können. Darüber hinaus ist zu beachten, dass geschulte Mitarbeitende während bestimmter Reinigungsverfahren bzw. beim Einsatz bestimmter Reinigungsmittel eine geeignete Persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen, die verwendeten Reinigungsutensilien hygienisch gelagert und Reinigungsmittel nicht gemischt werden.
Wann lohnt sich eine automatisierte Kistenwaschanlage?
Wenn nur wenige Kisten verwendet oder die Behälter nur selten benötigt werden, genügt häufig eine manuelle Reinigung. Auch dann sind geeignete Waschplätze, genügend Zeit, klare Zuständigkeiten sowie weitere passende Ausrüstung zwingend erforderlich. Sind hingegen große Stückzahlen im Einsatz oder keine ausreichenden Kapazitäten für eine sorgfältige Reinigung vorhanden, kann eine Kistenwaschanlage sinnvoll sein – besonders wenn einheitliche Kistenformate genutzt werden.
Ein automatisierter Kistenwäscher entlastet Mitarbeitende und unterstützt reproduzierbare Reinigungsabläufe. Je nach Ausführung umfassen die Reinigungsanlagen eine Vorreinigung, Hauptwäsche, Klarspülung und integrierte Trockenfunktionen. Voraussetzung für zuverlässige Ergebnisse sind korrekt eingestellte Prozessparameter sowie die regelmäßige Reinigung, Kontrolle und Wartung der Reinigungsanlage. Entsprechende Maschinen sollten daher einfach zu öffnen und deren reinigungsrelevanten Stellen gut zugänglich sein.
Was ist bei Trocknung, Lagerung und Kontrollen zu beachten?
Neben der gründlichen Reinigung kommt es ebenso auf eine vollständige Trocknung der Behälter an. Feuchtigkeit und Restwasser können andernfalls Keimvermehrung oder erneute Verunreinigungen begünstigen. Gestelle und eine ausreichende Luftzirkulation stellen eine gute Basis für den Trocknungsprozess dar. Zusätzlich wird zum Trocknen am besten ein Ort gewählt, an dem die Behälter vor Staub und Spritzwasser geschützt sind – und von den Kisten anderer Bereiche getrennt. Die Behälter sollten erst gestapelt werden, wenn sie vollständig getrocknet sind. Eine Sichtkontrolle auf Verunreinigungen oder Beschädigungen ist vor jeder Nutzung ratsam, ebenso wie regelmäßige Tests über entsprechende Proben.
Ehlert: Stapelweise passendes Sortiment
Geschlossene oder durchbrochene Wände, Stapelfähigkeit, Griffe, Temperaturbeständigkeit: Die Ansprüche an Transportboxen und andere Kästen sind vielfältig. Wir führen nicht nur eine große Auswahl an Behältern in verschiedenen Farben und Ausführungen, sondern auch passende Reinigungsmittel und Entschäumer. Statten Sie sich über unser umfassendes Sortiment mit genau dem aus, was es für effiziente Abläufe und hochwertige Lebensmittel braucht.
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