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26. Dezember 2025
Lorbeer: tiefes Aroma mit langer Geschichte
Wenn es um Gewürze mit viel Tradition geht, die gerne bei der weihnachtlichen Festtagsküche begeistern, darf Lorbeer in der Aufzählung nicht fehlen. Neben Fleischgerichten wird er auch gerne in Saucen und Marinaden sowie bei eingelegten Speisen verwendet. Geschätzt wird er vor allem für sein tiefes und intensives Aroma. Neben der geschmacklichen Komponente bringt die Pflanze eine lange Kulturgeschichte mit sich. Damit sie geschmacklich überzeugt, sind bei der Verarbeitung einige Aspekte zu beachten. Wir schauen uns die Lorbeere einmal genauer an – von der Pflanze bis zum Gewürz.
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Herkunft und Geschichte der Lorbeeren
Mit der allgemeinen Bezeichnung Lorbeer ist in der Lebensmittelbranche in der Regel der Echte Lorbeer gemeint. Zierlorbeer oder Kirschlorbeer werden zwar auch als Lorbeer bezeichnet, gehören aber nicht zur Gattung Laurus und sind nicht für den Verzehr geeignet. Echter Lorbeer wird unter dem botanischen Namen Laurus nobilis geführt und gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Sein Ursprung wird in Vorderasien vermutet, von wo aus er sich im gesamten Mittelmeerraum verbreitete. Mittlerweile ist er auch in Afrika und Europa zu finden – er gehört zu den genügsamen Gewächsen, die jedoch kaum Frost vertragen. In Abhängigkeit von Standort und Pflege wächst er als Lorbeerbaum oder -strauch und wird mehrere Meter hoch.
Neben dem Einsatz als Gewürz gilt die Lorbeerpflanze auch als traditionelle Heilpflanze. Zudem wird sie aus dekorativen Gründen angebaut, schließlich ist sie immergrün. Seine symbolische Bedeutung für Ruhm und Sieg in Form des Lorbeerkranzes bestand nicht nur im antiken Rom – bis heute hält sich die Redewendung „Lorbeeren ernten“ als Ausdruck für Anerkennung. Für außergewöhnliche sportliche Leistungen wird bis heute das silberne Lorbeerblatt verliehen.
Ernte und Verarbeitung der Lorbeerblätter
Um den gewünschten intensiven Lorbeer-Geschmack zu erhalten, kommt es auf einen schonenden Prozess bei der Ernte vom Lorbeerbaum oder -strauch und Verarbeitung an. Der Spätsommer gilt als ideale Erntezeit für die klassischerweise dunklen und immergrünen Blätter des Laurus nobilis. Auch wenn sie frisch bereits nutzbar sind, entfalten sie ihr volles Aroma im getrockneten Zustand, da der Wasseranteil reduziert wird und sich die Aromen intensivieren – zudem sind sie so länger haltbar.
Für ein Gewürz von hoher Qualität kommt es unter anderem auf die folgenden Schritte an:
sorgfältige Ernte, bei der die Pflanze nicht beschädigt wird
gründliche Reinigung der Blätter
kontrollierte Trocknung bei niedrigen Temperaturen
Sortierung nach Größe und Qualität
luftdichte Verpackung zum Erhalt der ätherischen Öle
Lorbeer wird zum Würzen klassisch als ganzes Blatt verwendet. Zum Erhalt der ätherischen Öle und Würzkraft sollten die Blätter vor Licht, Sauerstoff und Feuchtigkeit geschützt werden.
Geschmack und Einsatzzwecke von Lorbeer
Aus dem Lorbeerbaum werden vor allem drei Produkte hergestellt: Lorbeeröl aus den Lorbeerfrüchten, ätherisches Öl aus den Blättern und Zweigen sowie getrocknete Blätter zum Würzen. Als Öl ist Lorbeer Bestandteil von Seifen, Salben, kosmetischen Cremes oder Raumdüften. Für die Lebensmittelindustrie sind die Blätter jedoch deutlich interessanter. Die bittere Note ist oft weniger intensiv als bei frischen Blättern, auch wenn sie noch immer prägend ist. Hinzu kommen herbe und würzige Nuancen, mitunter auch ein Hauch von Zimt, Muskat oder Zitrone.
Durch den vielfältigen Geschmack lässt sich Lorbeer für unterschiedliche Gerichte verwenden. Klassischerweise kommen die Blätter bei Schmorgerichten zum Einsatz, gerne bei Wild. Doch auch Fischmarinaden, Soßen, eingelegtes Gemüse oder Bolognese können von den vielseitigen Aromen profitieren. Vor allem für Festtagsgerichte hat Lorbeer die Extraprise Geschmack in petto. Wichtig ist, dass die getrockneten Lorbeerblätter vor dem Servieren entfernt werden, da sie recht zäh sind und beim Draufbeißen unangenehm schmecken. In der Regel genügt bereits eine halbe Stunde, damit die Aromen beim Kochen abgegeben werden, ohne dass die Bitterstoffe Überhand nehmen. Außerdem gilt bei Lorbeer, dass weniger oft mehr ist.
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Ob es nun darum geht, frische Lorbeerblätter anzuritzen, das Produkt sauber zu verarbeiten oder die Blätter wieder aus Suppen und Co. herauszuholen: Bis hin zu einer passenden Verpackung mitsamt Etikett statten wir Sie umfassend aus. Entdecken Sie dafür unsere Messer, Reinigungsmittel, Einweghandschuhe, Siebe, Verpackungen und mehr. So lassen sich Produkte mit Lorbeer zuverlässig, sicher und in gleichbleibender Qualität herstellen – ob in der Gourmetküche oder im großen Kontext der Lebensmittelindustrie.
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