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26. September 2025
Informationen zur Afrikanischen Schweinepest
Die afrikanische Schweinepest (ASP) stellt die Lebensmittelbranche vor vielfältige Herausforderungen. Die hochinfektiöse Viruserkrankung breitet sich international immer weiter aus. Was genau steckt hinter der Erkrankung, welche Folgen bringt sie mit sich – und wieso betrifft sie nicht nur Schweinehalter, sondern die gesamte Branche?
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Was ist die Afrikanische Schweinepest?
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Tierseuche, an der Wildschweine und Hausschweine erkranken können. Sie wird durch ein Virus verursacht und verläuft für die Schweine in nahezu allen Fällen tödlich. Die infizierten Tiere zeigen innerhalb weniger Tage Symptome wie Fieber, Desorientiertheit oder Blutungsneigungen und verenden. Eine Impfung gegen die Afrikanische Schweinepest gibt es für Wild- und Hausschweine derzeit nicht.
Dass sich die ASP schnell ausbreitet und schwer eindämmen lässt, liegt auch an der Widerstandsfähigkeit des Virus. Es überlebt wochenlang in der Umwelt, monatelang in geräucherten oder gepökelten Fleischprodukten und sogar noch länger in tiefgefrorenem Fleisch.
Ist die ASP für Menschen gefährlich?
Nein. Die Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Eine Übertragung kann weder über den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier noch über den Verzehr von Schweinefleisch erfolgen. Der Grund dafür liegt darin, dass es sich bei der Tierseuche um keine Zoonose handelt – also keine zwischen Tier und Mensch übertragbare Krankheit. Das wird neben anderen offiziellen Stellen unter anderem vom Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bestätigt. Selbst andere Tierarten sind nicht von der Viruserkrankung betroffen – an dem Erreger können ausschließlich Schweine erkranken.
Für wen stellt die Schweinepest eine Bedrohung dar?
Folgerichtig für Haus- und Wildschweinbestände und in diesem Zusammenhang für die Tierbestände von Schweinehaltern. Ein einziger nachgewiesener Fall in einem Betrieb führt zur Keulung des gesamten Bestandes, zur Errichtung großräumiger Sperr- und Schutzzonen und einem Transportstopp bzw. einer strengen Beschränkung beim Transport von Tieren und den Fleischerzeugnissen aus dem entsprechenden Gebiet. In der Regel geht dies mit hohen wirtschaftlichen Schäden für die Betriebe einher, die sich durch finanzielle Entschädigungen nicht gänzlich ausgleichen lassen.
Welche Folgen hat die Schweinepest für die Branche?
Der Einhaltung allgemeiner Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie den Bestimmungen der Schweinehaltungshygieneverordnung kommt eine bedeutende Rolle zu. Beispielsweise sind Ställe und Außenbereiche so abzusichern, dass der Kontakt zu Wildschweinen verhindert wird – auch im Hinblick auf Futter oder Einstreumaterialien. Zudem ist die Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen, Transportern und Geräten wichtig.
Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen, die Krankheitsfälle der Afrikanischen Schweinepest mit sich bringen, sind in der Folge viele Bereiche der Lebensmittelbranche betroffen. Etwa diese:
Im Falle von Lieferengpässen können Schlachthöfe und Verarbeitungsbetriebe nur eingeschränkt arbeiten.
Fleischverarbeitende Betriebe müssen zusätzliche Kontrollen durchführen, um nicht unbeabsichtigt kontaminierte Produkte in den Umlauf zu bringen – das führt zu mehr Aufwand und Kosten.
Wird der Handel und Export von Schweinefleisch und -produkten eingeschränkt, kann das zu empfindlichen Einbußen im internationalen Absatzmarkt führen.
Exportprobleme können zu einem inländischen Überangebot führen, welches mit Preisschwankungen und Unsicherheiten in der Kalkulation einhergeht.
Auch wenn die Erreger für Menschen ungefährlich sind, besitzt der Begriff "Schweinepest" eine negative Konnotation, welche bei Verbrauchern zu Skepsis und Vorbehalten führt.
So zieht ein ASP-Ausbruch vom einzelnen schweinehaltenden Betrieb über die hiesige Lebensmittelindustrie bis hin zum internationalen Handel seine Kreise. Die Folgen beziehen sich nicht auf gesundheitliche Aspekte des Menschen, sondern sind vor allem wirtschaftlicher und organisatorischer Natur und können ganze Lieferketten beeinflussen.
Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest
Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos, der Widerstandsfähigkeit des Virus sowie der weitreichenden Folgen bestehen im Zuge von Prävention und Eindämmung vielfältige Maßnahmen. Neben den bereits angeführten Vorkehrungen können und müssen auch Konsumenten von Schweinefleisch einen Beitrag zur Vermeidung von Ausbrüchen der Tierseuche leisten.
Speisereste oder Speiseabfälle, die unachtsam entsorgt werden, können das Virus enthalten und so zu seiner Weiterverbreitung führen. Im Umgang mit entsprechenden Lebensmitteln und Speiseresten sind daher auch ein verantwortungsvoller Umgang, eine fachgerechte Entsorgung sowie geschlossene Müllbehälter von Bedeutung.
Rolle des Verbraucherschutzes und des Handels
Sowohl in Bezug auf den Umgang mit Lebensmittelabfällen als auch auf die Sicherheit von Schweinefleisch für den Menschen gibt es Aufklärungsbedarf. Der Informationsstand der Bevölkerung über die Afrikanische Schweinepest spielt eine wichtige Rolle – insbesondere um Unsicherheiten entgegenzuwirken und das Vertrauen zu wahren, dass Schweinefleisch trotz ASP sicher verzehrt werden kann.
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